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Kontinuität und Bestandsicherung von Familienunternehmen

Familienunternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Nach aktuellen Angaben handelt es sich bei 157.000 Unternehmen in Österreich, das sind ca 88 % aller Unternehmen, um Familienunternehmen.

Denken in Generationen

Familienunternehmen sind in der Regel nicht auf einen kurzfristigen Erfolg hin orientiert, sondern haben einen langfristigen Planungshorizont, der sich über Jahre oder auch Jahrzehnte erstreckt und vielfach auch die Interessen der nächsten Generation berücksichtigt. Familienunternehmen dienen insoweit ganz erheblich dem Ziel der Nachhaltigkeit und stellen einen stabilisierenden Faktor innerhalb der Gesamtwirtschaft dar.

Gegenstand des Projekts „Kontinuität und Bestandsicherung von Familienunternehmen“ ist eine umfassende Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich für die Erreichung dieser Ziele als förderlich oder als Hindernis erweisen. Einzubeziehen sind dabei Risiken, die sich aus internen Verhältnissen der Eigentümerfamilie ergeben, wie beispielsweise aufgrund von Scheidung oder durch den Generationenwechsel, als auch externe Faktoren, die aus der staatlichen Regulierung, wie etwa dem Steuerrecht, Gewerberecht, Umweltrecht etc.

Das Projekt verfolgt insgesamt drei Ziele:

  • Aufarbeitung und Analyse des geltenden Normenmaterials

  • Auslotung von kautelarjuristischen Gestaltungsmöglichkeiten

  • Entwicklung eines „Best-practice-Modells“

Kontinuität und Bestandsicherung von Familienunternehmen

Chancen und Gefahren durch interne Faktoren

Chancen und Gefahren durch interne Faktoren

Chancen und Gefahren durch externe Faktoren

Chancen und Gefahren durch externe Faktoren

Das Forschungsprojekt

PROJEKTLEITUNG

WISSENSCHAFTLICHER
BEIRAT

FINANZIERUNG

Mit Ausnahme weniger punktueller Untersuchungen fehlt eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen der Frage nach dem Bestand und der Kontinuität von Familienunternehmen. Diese Lücke soll hiermit geschlossen werden.

Der Untersuchungsgegenstand erfasst den Themenkomplex der Vermögensplanung innerhalb der Eigentümerfamilie, bei der das Familienunternehmen freilich in der Regel einen besonderen Stellenwert einnehmen wird. Das Familienunternehmen stellt häufig denjenigen Vermögenswert dar, zu dem die planende Person einen besonderen emotionalen Bezug hat. Wer jahrzehntelang aus eigener Kraft erfolgreich am wirtschaftlichen Verkehr teilgenommen hat, ist meist stolz auf seine Errungenschaften und strebt danach, einen zur Fortführung des Unternehmens geeigneten Nachfolger zu finden. Andererseits sind Unternehmen dynamische, sich an die externen Gegebenheiten anpassende Organisationskomplexe, deren Führung viel Erfahrung und persönlichen Einsatz bedarf. In Bezug auf Unternehmen muss ein zukunftsorientiertes und Flexibilität ermöglichendes Planungskonzept verfolgt werden, um dessen Existenz auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Hinzu kommt, dass in Familienverbänden nicht nur juristische Streitfragen entstehen, sondern häufig auch sachfremde, persönlich-emotionale Spannungen zu einer Verkomplizierung der Planungsvorhaben führen können. Die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Klienten und ihres jeweiligen Interaktionsumfeldes ist daher unerlässlich. Das Projekt legt dabei einen besonderen Fokus auf die speziellen Planungsbedürfnisse von Entscheidungsträgern in Familienunternehmen. Von besonderer Brisanz sind in diesem Zusammenhang wichtige Schnittstellen in der Lebensbiographie der Unternehmer – wie etwa ein geplanter Generationenwechsel, die Frage des Vererbens oder ein allfälliger Eintritt von Geschäftsunfähigkeit sowie mitunter auch Konstellationen im höchstpersönlichen partnerschaftlichen Bereich wie Trennung und Scheidung der Unternehmer.

Ein Teil des Projekts soll in Kooperation mit Sozialwissenschaftlern durchgeführt werden, um durch unmittelbare Kontakte und Befragung von Familienunternehmern realistische Eindrücke von der Bewertung der Rahmenbedingungen bei der Unternehmensführung sowie den Auswirkungen wesentlicher Einschnitte in die Biographie der Unternehmer zu erhalten.

Schließlich sollen auch Erkenntnisse aus der Rechtsvergleichung gewonnen werden, die in die Erstellung von Best-Practice Modellen einfließen.

Aktuelle Aktivitäten

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