Am 11. Juni 2026 fand der jährliche Workshop im Rahmen des Forschungsprojektes „Kontinuität und Bestandsicherung von Familienunternehmen“ im Berghotel Tulbingerkogel in Mauerbach statt. Teilnehmer waren, neben den beiden Projektleitern Univ.-Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner und Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer, führende Experten aus Wissenschaft und Praxis, die zugleich Kooperationspartner des Projekts sind.
Univ.-Prof. MMag. Dr. Daniel Varro, LL.M. (Universität für Weiterbildung Krems) untersuchte, welche Sonderregeln es in europäischen Rechtsordnungen für Familienunternehmen gibt und welche steuerrechtlichen Lösungsansätze möglich wären, um Familienunternehmen nachhaltig zu entlasten.
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brodil (Universität Wien) erörterte die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mitarbeit von Ehegatten und eingetragenen Partnern in Familienunternehmen. Diskutiert wurden insbesondere Fragen der angemessenen Abgeltung, sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen und aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung.
RA Dr. Roland Gerlach, LL.M. (LSE) widmete sich den arbeitsrechtlichen Besonderheiten von Familienunternehmen und diskutierte deren Einfluss auf die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe. Besonderes Augenmerk galt Loyalitätspflichten, der Rolle von Syndikatsverträgen und der Notwendigkeit, gesellschaftsrechtliche Hintergründe bei arbeitsrechtlichen Fragestellungen stärker mitzudenken.
Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer thematisierte zentrale erbrechtliche und gesellschaftsrechtliche Fragestellungen. Im Fokus stand dabei der Begriff des Familienunternehmens als typologischer, nicht einheitlich gesetzlich definierter Rechtsbegriff. Daneben wurden weitere aktuelle Problemfelder des Unternehmens- und Stiftungsrechts sowie Fragen der Unternehmensnachfolge diskutiert.
Bei einem gemeinsamen Abendessen bot sich die Gelegenheit, Gespräche fortzuführen und Ideen in entspannter Atmosphäre zu vertiefen.
Die Vorträge und die reichhaltigen Diskussionen brachten wesentliche inhaltliche Impulse für das Forschungsprojekt.



